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Steuerliche Änderungen ab 2016

Wie in jedem Jahr traten auch 2016 wieder einige steuerliche Neuregelungen in Kraft, die im Rahmen der Steuererklärung berücksichtigt werden müssen. Änderungen gibt es vor allem im Hinblick auf Kindergeld, Kinderfreibetrag und Unterhalt sowie den Grundfreibetrag und die Lohnsteuer-Freibeträge.
 
Grundfreibetrag
Wenn das Existenzminimum steigt, muss dieses entsprechend der Inflation angepasst werden. Das bedeutet, dass die Bürger von der Bundesregierung entlastet werden müssen und sich die Steuersätze bei gleichem Einkommen verringern. Aus diesem Grund wurde der Grundfreibetrag zu Beginn des Jahres um 180 Euro auf 8.652 Euro angehoben. Die Einkommenssteuer sinkt dadurch um bis zu 266 Euro jährlich, was zu einer Steuerentlastung führt.

Kinderfreibetrag
Seit Beginn des Jahres können sich Eltern über einen höheren Kinderfreibetrag freuen, der auf 7.248 Euro angehoben wurde. Hinzu kommt, dass das Kindergeld steigt. Seit 2016 erhalten Familien für das erste und zweite Kind ein Kindergeld in Höhe von 190 Euro, für das dritte Kind 196 Euro. Das vierte und jedes weitere Kind wird mit je 221 Euro bezuschusst.

Unterhalt
Bedingt durch den geänderten Grundfreibetrag erhöhte sich mit Beginn dieses Jahres auch der Unterhaltshöchstbetrag auf 8.652 Euro. Hierdurch können auch höhere Unterhaltsleistungen steuerlich geltend gemacht werden. Demnach dürfen jährlich 180 Euro mehr als außergewöhnliche Belastungen abgesetzt werden.

Altersvorsorge
Ab 2016 können Arbeitnehmer höhere Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung von der Steuer absetzen. Steuerlich anerkannt werden beispielsweise 82 Prozent der eingezahlten Beiträge für Versorgungswerke oder die Rürup-Rente. Außerdem werden 64 Prozent des Arbeitnehmeranteils in die gesetzliche Rentenversicherung als Sonderausgaben anerkannt.

Steuererklärungspflicht
Wer als Nicht-Arbeitnehmer mehr als 8.652 Euro pro Jahr einnimmt, ist dazu verpflichtet, eine Steuererklärung beim Finanzamt einzureichen. Für Ehepaare gelten 17.304 Euro, also die doppelt Summe. Arbeitnehmer mit Freibetrag müssen ab 11.000 Euro (für Ehepaare 20.900 Euro) eine Steuererklärung abgegeben.
 
Das muss im Hinblick auf die Steuerklärung berücksichtigt werden: Wer sich jedes Jahr aufs Neue von all den vielen steuerlichen Änderungen erschlagen fühlt, der sollte am besten auf eine spezielle Software-Lösung zurückgreifen. Mittlerweile gibt es nämlich verschiedene Computer-Programme, mit denen die Steuererklärung schnell und einfach von der Hand geht. Eine spezielle Steuer Software von Lexware führt Anwender Schritt-für-Schritt durch die verschiedenen Formulare. Eine Ausfüllhilfe beantwortet ihm währenddessen Fragen, sollte er sich bei einigen Feldern unsicher sein. Ein zuschaltbarer Steuerprüfer weist außerdem auf mögliche Fehler und unvollständige Eingaben hin. Die fertigen Unterlagen können anschließend mit ELSTER direkt an das Finanzamt übermittelt werden. All das spart zudem Kosten für den Steuerberater.